Mit dem Wohnmobil an der Jungfrauenküste nordwärts von Hudiksvall über Kuggörarna und Galtström nach SundsvallTeil 5 von x: Reise mit dem Wohnmobil durch Skandinavien vom 20.07. bis xx.xx.2026 In Hudiksvall sehen wir zum zweiten Mal auf dieser Reise Polarlicht. Wir besuchen das alte kleine Fischerdorf Kuggörarna sowie das ehemalige Eisenwerk Galtström an der Jungfrauenküste. Seit wir die Ostseeküste erreicht haben stehen wir immer auf Stellplätzen mit Meerblick, so auch in der schönen Stadt Sundsvall. 18./19.08. Hudiksvall - Polarlicht und andere Ausblicke aus unserem WohnzimmerSchöne Aussichten bietet der Stellplatz in Hudiksvall, wenn man den Eckplatz in der ersten Reihe erwischt.
Die zweite Nacht in Folge gibt es Polarlicht, schon in der Abenddämmerung gegen 22:30 Uhr. Danach bleiben wir bis Mitternacht wach, es lässt sich aber nicht mehr blicken. Ab 2 Uhr wird Stärke 4 angekündigt. Aber zu der Zeit wollen wir doch lieber schlafen. In den nächsten Wochen ergeben sich bei zunehmender Finsternis in der Nacht hoffentlich noch weitere Gelegenheiten.
Zufällig werde ich um viertel vor sechs wach für ein Foto der aufgehenden Sonne.
Beim Frühstück gegen acht Uhr lässt die Sonne das Wasser hinter uns glänzen.
19./20.08. Hudiksvall - Kuggörarna 32 kmDas Fischerdorf Kuggörarna - 22 Kilometer Luftlinie östlich von Hudiksvall - entstand im 16. Jahrhundert. Die meisten Häuser werden heute als Ferienhäuser genutzt.
Am Parkplatz vor dem Ort sehen wir die handgemalte Karte zum "Fish for sale".
Im Bootsschuppen verkauft der Fischer seinen selbst gefangenen und geräucherten Fisch. Er wohnt hier mit seinen zwei Hunden ganzjährig. Außer ihm gibt es nur noch sechs weitere dauerhafte Bewohner im Dorf. Da die Sommerferien in Schweden seit dem letzten Wochenende vorbei sind, sehen wir kaum einen Menschen.
Der Räucherofen
Auf der felsigen Ostseite der Insel stehen die Toilettenhäuschen der Wohnhäuser.
An der Nordspitze befindet sich ein Labyrinth. Bis zu 4.000 Jahre alte Funde solcher Steinlegungen gibt es von Südostasien über den Mittelmeerraum bis Skandinavien. Es existieren verschiedene Theorien über die Bedeutung.
In der kleinen Kapelle finden angeblich in der Ferienzeit noch Gottesdienste statt.
An der Ostseite der Insel wird die freie Sicht aufs Meer nicht durch vorgelagerte Inseln gestört.
Da man nicht mit PKW in das Örtchen zu den Häusern fahren kann, stehen an den Bewohnerparkplätzen Schubkarren.
Einkäufe werden aus dem Auto in die Schubkarren geladen und damit zu den Häusern gebracht.
Wir parken auf dem Besucherparkplatz neben einer Baumskulptur - ...
... mal eine ungewöhnliche Sicht aus dem Wohnzimmer mit der Ostsee im Hintergrund.
Bei wechselnder Bewölkung zeigt sich das Meer sehr abwechslungsreich.
Zwischen den Felsen wächst die Rentierflechte und es reifen die Preiselbeeren.
20. bis 22.08. Kuggörarna - Galtström 86 kmDie Jungfrauenküste nördlich von HudiksvallAuf dem Jungfrukustvägen fahren wir nordwärts.
Am Rastplatz Mellanfjärden machen wir einen kurzen Abstecher "an den Strand".
Unser Ziel ist der Parkplatz im Hafen von Galtström.
Steht da rechts ein großes Schiff zwischen den Bäumen? Ja :-)
Der Hafen wurde für das etwa tausend Meter landeinwärts gelegene Eisenwerk gebaut. Die 150 PS starke Ophelia war ab 1885 in Betrieb.
Der Dampfkran von 1881 wurde 1982 und 2016 restauriert.
Bei phantastischem Sommerwetter genießen wir den Blick aufs Wasser.
Ein Fußweg führt zum nahe gelegenen Sandstrand Vitsand.
Vor einiger Zeit hat hier Sturm die Bäume flachgelegt und den Fußweg blockiert.
Als Abendessen gibt es eine würzige schwedische Spezialität - Västerbottenpaj mit dem leckeren Käse.
Am zweiten Tag unseres Aufenthalts besichtigen wir das ehemalige Eisenwerk Galtstroemsbruk. Die Gründung des Eisenwerks Galtström erfolgte 1673. Bis 1916 wurde hier Eisen produziert.
Das bis heute erhaltene Herrenhaus aus den 1830er Jahren war der Sitz des Direktors.
Über eine kurze Bahnstrecke war das Eisenwerk mit dem Hafen verbunden. Die Lok von 1887 - durch die Scheiben des verschlossenen Lokschuppens fotografiert - wird heute in der Hauptsaison noch für Fahrten mit Besuchern eingesetzt.
Zur Zeit hat das Café-Restaurant noch freitags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
Hier lassen wir uns einen leckeren Eisbecher namens Sommardröm schmecken.
Dann gehen wir die knapp tausend Meter zurück zum Parkplatz am Hafen. Kurz vorher führen die Gleise am alten Dampfschiff Ophelia vorbei.
An einer der Picknickbänke neben dem Parkplatz gönnen wir uns in der Nachmittagssonne einen Briska.
Huch, lässt die Ophelia gerade Dampf ab? :-)
22./23.08. Galtström - Sundsvall 34 kmÜbernachten mit dem Wohnmobil im schönen SundsvallAls wir Samstagmorgen den kleineren der beiden Stellplätze am Hafen von Sundsvall erreichen, werden wir schon von Andrea und Matthias erwartet. Die beiden sind kurz vor uns auf dem Platz eingetroffen.
Der Stellplatz hat einen eigenen Wachhund, uns kann also nichts passieren :-)
Die Aussicht ist phantastisch. Am Sonntag werde ich kurz vor Sonnenaufgang wach, was für ein schöner Morgenhimmel!
Bis zum Frühstück steht die Sonne schon recht hoch am Himmel.
Am Hafen wie auch im Stadtzentrum (Bericht folgt im nächsten Teil dieses Reiseberichtes) gibt es viele bunte Drachen. Seit 2003 findet jährlich eine Drachenparade statt. Der Ursprung der Sundsvall-Drachen geht auf die Jahre nach dem Großbrand von 1888 zurück. Beim Wiederaufbau der Stadt wurde auf dem Dach eines Hauses ein Drache angebracht, um vor weiteren Bränden und Katastrophen zu schützen.
Im Osten sehen wir die mit 2.109 Metern drittlängste Brücke Schwedens. Auf ihr führt die E 4 seit 2014 an Sundsvall vorbei.
Auf dem Foto von der gegenüberliegenden Seite des Hafens sieht man links am Rand unseren kleinen Stellplatz mit markierten Parzellen für 7 Wohnmobile.
Wesentlich größer ist der Wohnmobilstellplatz auf der Südseite des Hafens, aber nicht so schön wie die kleine Rasenfläche an der Nya Hamngatan, auf der wir stehen.
Hier geht es zum nächsten Teil dieses Reiseberichtes. (demnächst)
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