Haupteingang

Über uns, Neues, Impressum, E-Mail

Wohnmobil-Erfahrungen

Bresler, Burow, CS, BavariaCamp

Reiseberichte

Von Skandinavien bis Mauretanien

Nordspanien und Portugal

Städte, Strände, Berge, Wein und mehr

Auf Facebook folgen

Mit dem Wohnmobil von der Küste des Baskenlands quer durch Spanien an die Küste Andalusiens

Teil 2 von x: Überwintern mit dem Wohnmobil im Westen Spaniens und in Portugal im Winter 2025/2026

Aufgrund der Wetterprognose fahren wir von der spanischen Nordküste im Baskenland an die Atlantikküste im Südwesten Andalusiens.

Wir verbringen zwei Tage im sehr interessanten und sehenswerten Naturpark Los Barruecos. Dann stehen uns die schwersten Tage bevor, die wir jemals auf einer Reise erlebt haben - wir müssen uns für immer von unserer Hündin Bella verabschieden.

Auf einem Parkplatz bei Ayamonte bleiben wir drei Tage bei überwiegend sonnigem Wetter am Strand.


10./11.01. Lekeitio - Alaejos 384 km

Wie geht unsere Reise weiter - nach Westen oder nach Süden? Diese Frage stellt sich bei unseren Reisen immer an der spanischen Nordküste. Natürlich ist es in der Regel sinnvoll, im Winter zuerst in den südlichsten Bereich zu fahren. Da scheint die Sonne am längsten und meistens regnet es dort am wenigsten. Von da geht es dann langsam nach Norden. Aber es kann auch mal andersrum klappen:

Ungewöhnlich sonniges Wetter kündigten die Langfristprognosen bei unserer Reise 2021/ 2022 für den Norden an und genau so kam es. Deshalb waren wir von Ende Dezember bis Anfang Februar zunächst zwischen dem Baskenland und der Westküste Galiciens unterwegs.

Hier der Reisebericht incl. Karte:

https://camping-bus.de/Reiseberichte/Spanien-Portugal-2021-2022/Ueberwintern-Wohnmobil-Spanien-Portugal-2021-2022.html

Dieser Screenshot zeigt die geplante Region unserer Überwinterung:


Diesmal sprechen die 14-Tage-Prognose von WetterOnline und die langfristigen Wettermodelle auf windy.com jedoch eindeutig dafür, zunächst nach Andalusien im Süden zu fahren.


Der Plan für unseren Wechsel von der Nordküste an die Südküste Spaniens:

.


Die Preisangaben in Google Maps zeigen die Tankstelle eines Eroski-Supermarktes als die günstigste weit und breit mit 121,9 Cent/ Liter Diesel. Bei "normalen" Tankstellen sehen wir Preise zwischen 144,5 und 147,9 Cent.


Unser Ziel ist am Samstag der Stellplatz von Alaejos.


Der Wasserhahn der V&E befindet sich direkt neben dem Toilettenausguss. Aus hygienischen Gründen füllen wir unseren Tank deshalb auf der anderen Seite des Stellplatzes an diesem schönen Brunnen.


Es ist sonnig aber kühl und so verzichten wir auf einen Bummel durch den Ort. Den hatten wir bereits bei unserem ersten Besuch im Dezember 2018 gemacht.


Neu ist dieses Gebäude schräg gegenüber des Stellplatzes. Eine aufmerksame Leserin unserer Facebookberichte bestätigt mit dem Link zu einem Online-Artikel unsere Vermutung, es handelt sich um die Stierkampfarena.


11. bis 13.01. Alaejos - Malpartida de Cáceres/ Los Barruecos 286 km

Bei der Weiterreise nach Süden überqueren wir am Sonntag auf der A 66 die Ausläufer der Sierra de Gredos mit dem 2.592 m hohen Pico Almanzor als höchstem Gipfel.




Unser Ziel ist ein Parkplatz am Naturdenkmal von Los Barruecos.




Nach den ersten Eindrücken ist schnell klar: Bei dem schönen Wetter müssen wir in dieser ungewöhnlichen Felsenlandschaft länger bleiben und so gibt es am Montag einen Wandertag durch das Land der Felsen.





Zedrachbaum mit Früchten


In dieser ungewöhnlichen Umgebung gibt es auch das ungewöhnliche Kunstmuseum Vostell - www.museovostell.es. Es schließt kurz nach unserer Ankunft am Sonntag und öffnet erst wieder am Dienstag.


Es gibt nicht nur Störche in Los Barruecos :-) Direkt an der Straße neben unserem Parkplatz entdecke ich eine interessante Stelle, um zum ersten Mal auf dieser Reise eine Wildkamera aufzustellen. Ergebnis im Video: Zwei Dachse auf einen Streich!


Video mit zwei Dachsen gleichzeitig im Bild


Hinter dem Zaun an unserem Parkplatz bevorzugen zwei Esel Steineichen statt frisches Grün unter ihren Hufen. Als ich an den Zaun komme ist es aber wichtiger, gekrault zu werden als zu fressen :-)





Tierische Felsskulpturen, echte Störche auf Felsen und eine Felsskulptur von Menschenhand

Bei unserem Spaziergang durch die Welt der versteinerten Tiere von Los Barruecos müssen wir den gut angelegten und ausgeschilderten Weg mit einer frei laufenden Kuhherde teilen. Hier versuchen wir nicht, Mutter und Kind zu kraulen - das könnte gefährlich werden.


Bei unseren Wanderungen durch die Felsenlandschaft von Los Barruecos westlich von Cáceres erkennen wir unter anderem Schildkröten und einen Eisbären, der aus dem See steigt.






Es gibt auch einen Pilzfelsen und andere interessante Skulpturen.


"Interessant" sind auch die Übersetzungen von Google Lens aus den spanischen und englischen Erklärungen zum Peña de La Horca und Peña Caballera :-)




Auf den höheren Felsen gibt es viele Nester von und mit Weißstörchen.



Eins der Kunstwerke des Museums Vostell ist ausgebrochen und hat sich zwischen den Felsen versteckt :-)



13./14.01. Malpartida de Cáceres/ Los Barruecos - Stausee Proserpina bei Merida 81 km

Den Dienstag verbringen wir am Stausee Proserpina bei Merida - es wird unser letzter Tag mit Bella sein :´(

Auf Regen am Nachmittag folgen Abendsonne und ein Regenbogen - welch eine Symbolik!








Der Stausee wurde von den Römern im 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. angelegt zur Wasserversorgung der antiken Stadt Emerita Augusta, dem heutigen Merida, und ist bis heute erhalten.








14. bis 17.01. Stausee Proserpina bei Merida - Vila Real de Santo Antonio - Ayamonte / Isla Canela 323 km

Mit Trauer und Schmerz müssen wir am Mittwoch für immer von unserer Bella Abschied nehmen.


Seit dem letzten Sommer haben wir bei Bella eine zunehmende Demenz festgestellt. Bei der Womo-Tour in Schweden ist es uns noch nicht richtig aufgefallen. Aber zurück Zuhause im August stand sie immer wieder offensichtlich orientierungslos in der Wohnung, lief unruhig umher. Sie bekommt schon lange Karsivan und ein Beruhigungsmittel, aber irgendwann hilft eben bei Tieren so wie bei Menschen kein Medikament mehr bei Demenz.

Wir hatten Sorge vor der nächsten Tour mit dem Campingbus im Herbst, aber sie war unterwegs fast "normal". In diesem kleinen "Raum" kannte sie sich aus und fühlte sich anscheinend wohl und sicher. Wieder zurück in der großen Wohnung nahmen die Orientierungsprobleme zu. Keine Ahnung mehr, wo die Türen sind, auf welcher Seite sie aufgehen.

Richtig schwierig wurde es, das Geschirr und die Leine anzulegen. Sie schnappte dabei nach uns, aber letztlich hat es immer geklappt. Abgesehen vom Geschirr anlegen ließ sie sich FAST immer anfassen, streicheln, alles okay. Manchmal zeigte sie aber plötzlich die Zähne, wenn man mit der Hand in die Nähe kam, unberechenbar. Sie war früher nie aggressiv, hat nie nach uns geschnappt oder irgendwen gebissen.

Im Dezember also die geplante Überwinterungsreise nach Spanien und Portugal. Um zu testen, ob sie sich im Camper noch wohlfühlt, sind wir Mitte Dezember 4 Tage nach Dänemark gefahren. Alles bestens, wieder ein fast normaler Hund - bis auf die Gegenwehr beim Anziehen.

So sind wir denn Silvester mit einer Mischung aus Hoffnung und Sorge gestartet. Es war seither ein Wechsel von Kuschel- und Wohlfühlphasen einerseits und Panikphasen mit Angstbeißen andererseits.

In den letzten Tagen gab es dann ab und zu auch im Campingbus Orientierungsproblme, so wie wir sie seit August aus der großen Wohnung kannten. Dazu kamen immer häufiger Angst- und Abwehrphasen. Wenn wir nur noch mit Gewalt die Leine anlegen können und sie panische Angst vor uns hat, geht es nicht mehr.

So haben wir schweren Herzen die Entscheidung getroffen, sie einschläfern zu lassen. Wir haben zum Glück in Vila Real de Santo António bei CSVET dank Google Maps eine fließend Englisch sprechende Tierärztin gefunden, die sich genau mit den Symptomen der Altersdemenz bei Hunden auskannte.



Die ersten traurigen Tage ohne Bella verbringen wir am Strand von Isla Canela bei Ayamonte auf einem Parkplatz zwischen leerstehenden Appartementhäusern.




Es wundert uns immer wieder, dass hier im Winter an der westlichen Costa de la Luz Andalusiens fast alle touristischen Einrichtungen geschlossen haben im Gegensatz zu denen an der Algarve auf der anderen Seite der Grenze.

Strandwanderer gibt es hier kaum, stattdessen Muschelsucher und Angler zu allen Tages- und Nachtzeiten. Wegen denen verzichten wir auch auf die freien Parkplätze in der ersten Reihe. Die Sicht auf Wellen und Meer ist so gut genug.






Die Sonne scheint hier zwei Stunden länger als Zuhause und wie überall an Südküsten im Winter auf der Nordhalbkugel können wir von hier sowohl den Sonnenuntergang als auch den Sonnenaufgang über dem Meer sehen, sofern das Wetter mitspielt. Das tut es an den drei Tagen fast immer.






Beim Strandspaziergang findet Gaby eine angespülte Koralle.


Sogar am Freitag nach Durchzug eines schmalen Regengebietes lugt die Sonne noch wenige Minuten zwischen Wolken und Horizont durch einen schmalen Spalt und lässt die Häuser neben uns leuchten.



Samstagmorgen bin ich gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Strand.



Hier geht es zum nächsten Teil dieses Reiseberichtes. (demnächst)


Hier geht es zur Gesamtübersicht dieses Reiseberichtes.


Auf Facebook berichten wir während unserer Reisen fast täglich "live" mit Fotos und Angabe des Standorts. Bei Interesse bitte auf meiner Facebookseite auf "Folgen" klicken.

Auf Facebook folgen